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The Delta Blues Tour 30.09. - 12.10.2014

Auch nach 3 Wochen erinnern wir uns immer noch gern an die mit vielen Höhepunkten vollgepackte „Delta-Blues-Tour“.

Einmalige Liveerlebnisse in den Clubs aber auch viele emotionale Momente im Zusammenhang mit der Geschichte des Blues haben uns fasziniert. Unsere vielen Fotos und Videos werden die schönen Erlebnisse immer wieder zurückholen.

Wir danken Werner für diese unvergessliche Tour und wünschen ihm für die weiteren Touren in 2015 alles Gute.

Liebe Grüße aus Hassel (Weser)

Karin & Wolfgang Schumann


06. 11. 2014
The Delta Blues Tour 30.09. - 12.10.2014

„ZWEI WOCHEN NICHTS ALS BLUES … ?!“

Eigentlich reiste ich ja „nur“ als Ehefrau eines Bluesliebhabers mit, und ich hatte mich darauf eingestellt, viele Momente während dieser „Mississippi Delta Blues-Reise“ überstehen zu müssen, in denen ich mich langweilen würde, weil ich den Fachsimpeleien nicht folgen könnte und mich dann eben mit Sudoku beschäftigen würde. Ich höre gerne Bluesmusik, aber sich zwei Wochen lang nur damit zu beschäftigen, konnte ich mir nicht so recht vorstellen. Aber für meinen Mann hätte ich es gerne getan.

Heute weiß ich: Ich hatte mich gründlich getäuscht.

Das begann schon mit dem Bundesstaat Mississippi selbst, dessen parkähnliche Landschaft mich immer wieder in ihren Bann zog (wenn wir nicht gerade durch Baumwollfelder fuhren). Ja, wir begegneten Armut und Verfall, aber überall gab es auch großes Engagement (z.B. bei den liebevoll gestalteten Heimat- und Bluesmuseen), Wiederaufbau (z.B. die Beale Street in Memphis mit ihrer aufregenden Atmosphäre, wenn die Nacht anbricht) und Stolz (z.B. wenn uns Museumsleiter, Bürgermeister, Stadtführerinnen und Kneipenbesitzer mit großer Begeisterung herumführten).

Sehr dankbar war ich unserem Reiseleiter Werner Michels für dessen Fähigkeit, immer wieder während der Reise Momente herbeizuzaubern, in denen die Vergangenheit (auch mit ihren Legenden) in der Gegenwart lebendig wurde. Es war für mich tief beeindruckend zu sehen, wo B.B. King geboren wurde und wo er als Kind spielte (im romantischsten Flüsschen, das man sich vorstellen kann); an welchem Ort Robert Johnson Gitarre übte, ohne jemanden zu stören (Friedhof in Hazlehurst); wo er angeblich dem Teufel seine Seele versprach („crossroads“: Walker Road/Ecke Lusk) und wer heute noch detailliert über die merkwürdigen Umstände seines Todes erzählt (sein Enkel Steven Johnson in Chrystal Springs); wo Martin Luther King sein Leben verlor (Hotelbalkon in Memphis); wo Medgar Evers' tödliche Kugel als Querschläger landete (im Kühlschrank seines Hauses in Jackson); und was Elvis Presley brauchte, um berühmt zu werden (die Sekretärin Marion in den Sun Studios in Memphis, die sich dafür einsetzte, dass er als junger Bursche im Studio eine Platte aufnehmen konnte, die den Beginn seine Karriere markierte).

Auch den vielen großen oder auch winzigen Bluesmuseen gelang es immer wieder, durch die vielen Facetten ihrer Präsentationen, Blitzlichter aus der Vergangenheit aufleuchten zu lassen, Zusammenhänge herzustellen und Wissen zu ergänzen. Was mich besonders überraschte war, wie gut die historischen Zusammenhänge dargestellt wurden zwischen Unterdrückung, Diskriminierung und Freiheitskampf der Afroamerikaner auf der einen Seite und der wichtigen Funktion ihrer Musik, die die Arbeit auf den Feldern erleichterte, Leid und Qual Ausdruck verlieh, aber auch Lebensfreude überhaupt möglich machte andererseits.

Ja, und letztendlich beglückten die vielfältigen Begegnungen mit dem Blues, ob schon morgens im Bus, tagsüber im Kopfhörer im Museum oder live an der Straßenecke, ob in den diversen Aufnahmestudios oder mitten in der „Pampa“ in glühender Sonne. So geschehen im Blue Front Café in Bentonia: Vor uns Jimmy „Duck“ Holmes, hinter uns der laut tutende Schnellzug von Chicago nach New Orleans. Der Blues stand auch im Mittelpunkt der live-Radiosendung des 89jährigen DJ „Sunshine“ Sonny Payne, den wir in Helena besuchten, und bei Auftritten schwarzer Musiker und Sängerinnen in Kneipen und Bars, mit Begleitung unserer gruppeneigenen Musiker oder ohne, mit Tanz oder ohne. Und last but not least während der Festivaltage in Greenville (Mighty Mississippi Blues Festival) und Helena (King Biscuit Blues Festival), wo wir, auf unseren reservierten Plätzen, von morgens um elf bis spät nachts Bluesgrößen lauschen konnten ohne Ende.

Mein Sudoku hätte ich zu Hause lassen können …


06. 11. 2014
The Delta Blues Tour 30.09. - 12.10.2014

Delta Blues Tour – Bridging The Blues – Arkansas – Memphis - Mississippi

Die Delta Blues Tour im Oktober war ein einmaliges Erlebnis. Memphis/TS – Downtown und die Beale Street. Bis zu sieben Bands kann man auf dieser Bluesmeile am Abend schaffen. Dann Graceland, Sun-Studio und das Stax Museum, dass Werner Michels kurzer Hand mit ins Programm nahm, nachdem er sah, dass die Teilnehmer der Tour außer Blues und Rock’n Roll auch sehr an Soul interessiert war. Für mich war es eine prima Ergänzung zum National Civil Rights Museum, dem früheren Lorraine Motel, wo 1968 Dr. Martin Luther King ermordet wurde. In diesem Museum und auch im Stax war zu sehen und zu hören, dass die Musik und Gleichberechtigung zusammen gehören. Hervorragend fand ich deshalb auch, dass Werner in Jackson/MS auch noch eine Besichtigung von dem Haus des Bürgerrechtlers Medgar Evers, der 1963 auf seiner Garageneinfahrt hinterrücks erschossenen wurde, mit in unser Programm genommen hatte.

Beeindruckend war für mich auch unser Besuch im Royal Studio in Memphis, wo unter vielen anderen Musikern auch schon Al Green und Keith Richard der Staub zum Husten brachte. Im Royal, so Lawrence Mitchell, der Chef der 1956 gegründeten Royal Studios, wird immer noch fleißig aufgenommen. Neuestes Projekt: Filmmusik von „Take Me To The River“. Auch die hypermodernen Malaco-Studios in Jackson waren sehr beeindruckend. Ohne die guten Connections von Werner hätten wir diese Studios wohl nie zu Gesicht bekommen.

Dann weiter nach Clarksdale zu „The Crossroads“, wo sich die Highways 61 und 49 kreuzen. Hier hat Robert Johnson angeblich für sein Gitarrenspiel dem Teufel seine Seele verkauft. An der Kreuzung war zwar durch den Autoverkehr die Hölle los, aber ob sich bei diesem Betrieb ein Teufel sehen lässt, darf ernsthaft bezweifelt werden. Einen Tag später in der Nähe der Dockery Plantation bei Cleveland, der Ort wo Charley Patton gelebt hat, und der ein Treffpunkt von Delta Bluesmusikern war, in ca. 800 Meter Entfernung von der Dockery Farm, eine einsame Kreuzung, die laut heutigen Erkenntnissen wohl eher für Robert Johnson’s Teufelsgeschichte in Frage käme. Dem Rätsel um die Seele Robert Johnson’s kommen wir am nächsten Tag im Museum der Robert Johnson Blues Foundation in Crystal Springs wieder etwas näher. Stephen Johnson, der Enkel von Robert Johnson, erklärt uns, dass ein gewisser Ike Zinneman der Mentor von Robert Johnson war. In dessen Haus, gegenüber dem Friedhof von Hazlehurst, der Geburtsort von Robert Johnson, konnte er zwei Jahre ungestört üben, bis er zum Bluesvirituosen wurde. Als er dann als perfekter Blueser wieder auftauchte, musste er wohl mit dem Teufel im Bunde sein. Ob dies jetzt die endgültige Wahrheit ist, wird wohl nur Robert Johnson selbst wissen.

Überhaupt gab es sehr viel in MS zu erleben. Delta Blues Museum, Ground Zero Blues Club, Inhaber ist Morgan Freeman, und die Hopson Plantation in Clarksdale, wo der Delta-Blueser Terry “Harmonica” Bean exklusiv für uns spielte. Der Besuch des kleinen Highway 61 Blues Museum in Leyland hat mir besonders gut gefallen. Eine phantastische Atmosphäre. Auch das Blues Front Café in Bentonia und die Monday Night Blues Night in Jackson, als Gäste der Central Mississippi Blues Society waren weitere Highlights, wie so viele andere Attraktionen, z. B. der Ebony Club und das B. B. King Museum in Indianola. Auch nicht zu verachten, ist der F. Jones Corner Bluesclub in der Farish Street in Jackson. Überall, wo wir waren, gab es Live Bluesmusik rund um die Uhr.

Höhepunkte dann das Highway 61 Blues Festival in Greenville, direkt am Mississippi gelegen, und besonders das dreitägige King Biscuit Blues Festival in Helena/Arkansas, bei dem ca 100 Bands, auf dem Festivalgelände als auch in den Straßen von Helena auftraten. Besonders erwähnenswert auch unser Radioauftritt bei KFFA in Helena. Der 89jährige Radiomoderator „Sunshine“ Sony Payne, der seit 1945 die Radiosendung King Biscuit Time moderiert, hat nicht nur uns zu Gast in seiner Sendung, sondern auch Bluesmusiker geben sich die Klinke in die Hand. Unter anderem auch der Gitarrist Anson Funderburgh, der am Abend auch einen Gig der Superlative hinlegt. Apropos Anson Funderburgh: Als ich mich im Fahrstuhl im Hotel am Abend umdrehe, steht der texanische Gitarrist direkt hinter mir. Shake hands, kurze Unterhaltung und schon ist er wieder fort, als wäre er nie im Fahrstuhl gewesen. Erwähnenswert in einem solchen Zusammenhang auch das Auftauchen von Bobby Rush im Hilton Garden Inn in Jackson. Bevor ich mich aber überhaupt bewegen konnte, war er leider schon wieder verschwunden, als wäre er nie anwesend gewesen. Jemand aus unserer Gruppe wollte mich nachher ernsthaft gesehen haben, als ich Bobby Rush die Hand schüttelte.

Eins ist mir nach der Tour klar, Legenden und merkwürdige Erscheinungen scheinen im Delta an der Tagesordnung zu sein.

Peter Korr


06. 11. 2014
The Delta Blues Tour 30.09. - 12.10.2014

Blue Shadows Fallin`...Schon seit einer Woche wieder zu Hause und doch noch immer Down in Mississippi - jede Nacht im Traum I feel Like Going Home.

Ein Traum ist Wirklichkeit geworden: Einzutauchen in die Welt "meiner" Musik.

Back Door Man on Highway 49:

Mit allen Sinnen erfassen zu können, wie und warum Menschen ihr Leben so und nicht anders musikalisch begleitet und auf diese Weise bewältigt haben. Und dieses Erlebnis, diese Erfahrungen teilen zu können mit vielen anderen, die genauso wie ich der Faszination der Orte, Begegnungen und Sehenswürdigkeiten, dem Power of the Blues, erliegen konnten - wunderbar!

Diese Reise ist ein Muss für alle Bluesfreaks - unwiderstehlich like a Long Distance Call!

Und Werner Michels, dem Hoochie Coochie Man, im Moment Deep Down in Florida, sei gedankt dafür, dass es mit seinem überzeugenden Konzept, seinen vielfältigen Kontakten und der professionellen Organisation jeden Tag aufs Neue spannend werden konnte

Wang Dang Doodle all night long, wer wollte - aber auch der Little Red Rooster in uns konnte zu seinem Recht kommen. Was bleibt unvergessen?

Was mich betrifft, sind es insbesondere die stillen Momente: Standing at the Crossroads im Niemandsland, Blues with a Feeling auf der Harp am Ufer des Ol`Man River. Und überhaupt: Sittin` On Top Of The World - 12 bezaubernde Tage lang auf der Delta Blues Tour 2014.

Friedrich Behnsen

Ganderkesee, 20.10.2014


21. 10. 2014
The Delta Blues Tour 30.09. - 12.10.2014

Dank Werners Organisationstalent und Improvisiervermögen eine rundherum großartige Tour. Und dann waren da noch die ganze Gruppe, die vielen anderen sympathischen bluesigen Teilnehmer – und Bernard, unser treuer und stets galanter Reisebegleiter mit dem Bus. Das alles zusammen ließ die Tour zu einem unvergesslichen Gesamterlebnis werden, das uns neben vielen intensiven Eindrücken und Einblicken auch noch neue Freunde bescherte. Alles Dinge, die wir allein auf Tour so niemals hätten erfahren können.

Bereits die Beale Street in Memphis – auf der man sicher auch noch länger als eine Woche gut „versumpfen“ könnte – war ein großartiger Auftakt; und das King Biscuit Blues Festival, inklusive Live-Auftritt in der legendären King Biscuit Time Radioshow, ein fulminanter und würdiger Abschluss. Für mich persönlich war die Monday Night Blues Night Session in Jackson das absolute Highlight, wo wir Blueser aus Good Old Europe bei „Hal & Mal’s“ mit den Originalen des Deltas so richtig verschmolzen. Darüber hinaus bleiben aber noch derart viele schöne und lebendige Eindrücke, Erlebnisse und Erinnerungen, Andenken, CDs, Fotos, Videos ..., dass wir sicher alle noch lange an diese Reise denken werden.

Dieter (der ohne Harp)


19. 10. 2014
The Delta Blues Tour 30.09. - 12.10.2014

Hallo Werner,

ich musste mich jetzt erst mal von der Reise "erholen", bevor es am Montag wieder an die Arbeit geht. Das Erholen ist wirklich in positivsten Sinne zu verstehen und bedeuteet die vielen schönen Eindrücke zu verarbeiten und auch den Körper wieder zur Ruhe kommen zu lassen.

Nicht zuletzt der Jetlag machte mir als Fernreise-unerfahrenen zu schaffen.

Auch möchte ich dir für die Organisation und den tadellosen Ablauf der Reise danken. Pannen oder Umorganisationen (was bestimmt immer mal wieder vorkommt) wurden denke ich von keinem bemerkt, so soll es auch sein.

Die Auswahl deiner Reiseziele waren fast alle für mich wie selbst ausgesucht und viele Eindrücke bekam ich dazu noch geschenkt.

Dass die Gruppe in sich so gut harmoniert hat, hat auch bestimmt vieles einfacher gemacht. Die Hotels waren alle toll, von Blues mäßig bis....fast ein bißchen zu fein für eine Blues Reise, find ich. Kurzum möchte ich dir Danke sagen für diese schönen Tage.

Ich werde demnächst einen kleinen Reisebericht verfassen, in dem ich alles Gute und ein paar wenige für mich nicht so gute Punkte beschreibe. Die sollen aber keine Kritik sein, sondern sind rein meine Eindrücke. Ich glaube aber, dass diese für ein Gästebuch auch notwendig ist.

Sobald du kannst, schicke bitte die Liste mit den Email Adressen. Es gibt da einige, mit denen ich enger in Kontakt bleiben möchte.

Vielleicht habe ich auch einen Kandidaten für Deine Chicago Reise. Ich bin jedenfalls völlig am Schwärmen in meinem Umfeld.

Ich wünsche Dir noch eine gute Zeit...hat wirklich Spaß gemacht.

Dieter Reinberger, Bluesharper


18. 10. 2014
Südstaaten Rundreise 22.06. - 10.07.2014

Hallo liebe Reisefreunde,

sind noch ganz überwältigt von den vielen Eindrücken, die wir in Amerika erlebt haben. Es war unsere erste USA Reise. Vom Anfang bis zum Ende gut organisiert. Wir wurden jederzeit mit richtig guten und lehrreichen Infos versorgt. Wir danken schon jetzt mal Werner und Bernard für die wundervollen Tage, die wir mit ihnen verbringen konnten.

Werner, du hattest für uns immer ein offenes Ohr und wir konnten viel über die Geschichte Amerikas von dir lernen. Wir danken auch allen Beteiligten für die tolle Zeit, wir hatten jede Mange Spaß, Freude und fühlten uns richtig wohl. Natürlich geht auch ein großes Dankeschön an unseren Wolfgang und Dominik für die Vororganisation.

Wir werden noch lange an diese schöne Zeit in Amerika denken.

Egal in welcher Stadt wir waren, es gab immer etwas Beeindruckendes zu sehen oder zu hören. Danke Danke Danke

Viele liebe Grüße,

Kathrin, Angelika und Herbert


28. 07. 2014
Südstaaten Rundreise 22.06. - 10.07.2014

Ich war noch nie vorher in USA. Jetzt, eine Woche wieder zu Hause, lasse ich die Reise nochmals Revue passieren. Ich sichte unsere 700 Fotos. Ach ja, da waren wir auch. Werner hat uns kompetent mit Hintergrundwissen versorgt und sich auch rührend um unsere aktuellen Bedürfnisse (wann gibts was zu Essen?) gekümmert. Die Reise war perfekt organisiert und ausgeführt. Herzlichen Dank, Werner!

Liebe Grüße

Irmi


17. 07. 2014
 
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