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Von Graceland Nach Texas 15.04. - 29.04.2016

Zuerst – einige Mal hörten ich unterwegs so nette Worte wie – „Was wir hier alles geboten bekommen, dazu noch weitaus mehr als erwartet“. Schöner können Komplimente kaum sein.

Selten hatten wir eine so aufwendige Reise mit so viel Abwechslung. Vergleichbar nur mit „Von New York nach Memphis“, mit dem Abstecher nach Arizona.

Nur ein Tag Memphis war diesmal für uns knapp 40 Personen angesagt, der aber mit allem Drum und Dran, Graceland mit allen Museen, SUN Studio, Overton Park Shell und unser Treffen mit Mike Freeman an seinem alten Elvis-Haus im Audubon Drive. Der gelungene Abschluss auf der Beale mit Lansky, Hard Rock Cafe usw. rundete Memphis ab.

Wir besuchten die Circle G Ranch in Mississippi, das Gateway Of The Blues Museum, die Crossroads mit Robert Johnson, das BB King Museum, dazu seinen Geburtsort.

Louisiana war mit einer VIP Tour durch die Hayride die perfekte Kür, danach der Gang durch die James Burton Rock'n'Roll Foundation, ein liebevolles Museum mit Studio.

Nach der geschichtsträchtigen Stadt Vicksburg wartete auf uns in Texas der Elvis-Freund, Radio-DJ und Konzert-Promoter Tom Perryman aus Gladewater, wir lauschten den Erinnerungen aus den Jahren 1954/55, sahen dazu die entsprechenden Fotos, dazu servierte uns seine Frau echten selbstgemachten Elvis-Bananenpudding und den Elvis-Lieblingskuchen.

Dallas bot Erinnerungen an J.F. Kennedy, die Pioneer Plaza mit der Büffelherde aus Bronze, Fort Worth das alte Konzertgebäude, das Elvis 1955 rockte usw.

In Lubbock bestaunten wir das Buddy Holly Center, dessen Statue, sein Museum, seinen Grabstein auf dem Friedhof, und natürlich auch den Texas Cotton Club, wo sogar Elvis und Buddy zusammen aufgetreten waren.

In Stephenville, TX konnten wir zwei Tage eines Festivals mit Texas Rock erleben. Und natürlich besuchten wir Waco und Killeen, Orte, in denen Elvis während seiner Armeezeit in USA gewohnt und bei seinem Freund Eddie Fadal auch gesungen hat (die Aufnahmen gibt es).

Die Hauptstadt Austin mit dem riesigen Capitol war ein weiterer Höhepunkt. Aber auch die „deutschen“ Städte Fredericksburg und Luckenbach hatten ihren besonderen Reiz. Ein angenehmer Abschluss war dann das Ausspannen, Reiten, Baden usw. auf der Ranch in Bandera, bevor wir mit dem Besuch von Alamo und der herrlichen Stadt mit dem River Walk in San Antonio unsere Reise beendeten.

So viel Musik hatten wir noch nie, viel Spaß dazu, was wollen wir mehr?


03. 06. 2016
Von Graceland Nach Texas 15.04. - 29.04.2016

Wie immer (meine nunmehr 7. Reise) werde ich diese großartige und erlebnisreiche Reise in langer und bester Erinnerung behalten.

Ein großes Dankeschön an Werner für die Organisation und an Helmut für sein fundiertes Wissen, man kann immer wieder etwas Neues dabei lernen.

Im übrigen darf ich mich meinen Reisekollegen, die die diversen Eindrücke schon detailliert aufgeführt haben, nur voll und ganz anschließen. Texas ist ein wunderbares Land und jede Reise wert.

Nochmals Danke und herzliche Grüsse


25. 05. 2016
Von Graceland Nach Texas 15.04. - 29.04.2016

Als erstmalige Begleitperson meiner mehrfach Elvis-Reisen erfahrenen Frau möchte ich kurz meine Eindrücke schildern:

Zugegebenermaßen hatte ich ein bisschen gemischte Gefühle, ob ich mich nicht 14 Tagen eher langweilen würde. Ich wollte aber meine Frau nicht schon wieder alleine eine Elvis-Reise antreten lassen...

In Memphis mit Graceland und Sun-Studio ging es los. Selbst ich hatte das schon einmal gesehen... Die Euphorie der Teilnehmer, die schon viel öfter da waren, konnte ich leider nicht teilen. Dafür habe ich noch einen Platz gefunden, wo ich meine Frau und mich an der Mauer vor Graceland verewigen konnte!

Ab da hat mir die Reise richtig viel Spaß gemacht. Was wir über die Musiklegenden wie Robert Johnson, B. B. King, Buddy Holly, etc. gesehen und gehört haben, hat mich fasziniert. Tom Perryman zu treffen wird wohl seinem hohen Alter entsprechend nicht mehr vielen gegönnt sein...

Der Ranchaufenthalt war gut, um die Fülle an Informationen sacken lassen zu können. Und natürlich hat mir das Pferde reiten auch Spaß gemacht, auch wenn es ruhig ein bisschen schneller hätte sein dürfen...

Es gäbe noch viel zu berichten, aber ich wollte nur mal meine Eindrücke los werden.

Fazit: Ich habe es definitiv nicht bereut, mitgeflogen zu sein, was auch an den sehr netten anderen Reiseteilnehmern liegt.

Herzlichen Dank an dieser Stelle an Werner Michels für die gute Organisation der Reise und speziell für die Informationen die amerikanische Lebensart betreffend und ganz besonderen Dank an Helmut Radermacher für die Hintergrundinformationen zur Musikgeschichte und insbesondere zu den Zeitzeugen, die wir treffen durften. Es war auch für mich als nicht ausgesprochenen Elvis-Fan oder generellen Musikfan eine wirkliche Bereicherung!

Mit freundlichen Grüßen

Christian Mayer


05. 05. 2016
Von Graceland Nach Texas 15.04. - 29.04.2016

Tja Werner, nun ist diese sehr vielseitige und mit reichlich Informationen und Überraschungen gespickte Tour leider auch schon wieder Geschichte. Wir waren gespannt auf neue Ziele in den Staaten und konnten erneut in den vollen Pool der Eindrücke greifen.

Wenn man sich nach nicht mal der Hälfte der Reise schon die Frage stellt, hmm, wo waren wir denn eigentlich vorgestern, unterstreicht dies doch wirklich, dass trotz mancher längeren Busfahrt keine Langeweile aufkam.

Neben dem am Anfang in Memphis aufgenommenen roten Faden mit Elvis Presley erschlossen sich uns diesmal auch weitere Facetten der American Music. Die "Crossroads" zu Blues, Country und Rockabilly waren einfach erfrischend. Mal an den Orten gewesen zu sein, die sich mit solchen Größen wie Buddy Holly, B.B. King, Willie Nelson oder Robert Johnson verbinden, hat schon etwas Beeindruckendes. Zeitzeugen erwiesen uns reichlich die Ehre, die Freundlichkeiten und die Aufmerksamkeit die uns aller Orten entgegengebracht wurde, hob die Stimmung zusätzlich. Auch der "Gladewater Mirror" ließ es sich nicht entgehen, uns in den medialen Focus zu rücken. Fein gestaltete Museen, ob am Highway 61 oder weiter westlich in Texas zogen unser Interesse an.

Wer wollte und auch die Stimmung dazu hatte, war mit den am Wege liegenden Live Music Veranstaltungen verschiedener Genres bestens bedient. Dazu noch einiges an älterer und jüngerer Historie der USA, wohl kaum etwas kam zu kurz.

Die Shopping Freaks erhielten selbstverständlich auch diverse Gelegenheiten, den Dollar unter die Leute zu bringen. Jedenfalls machten die Koffer am Ende einen sehr prallen Eindruck und für unseren freundlichen gesanglich stimmgewaltigen Busfahrer Bernard entwickelte sich das Einsortieren der Koffer in den Gepäckboden immer mehr in Richtung Bodybuilding.

An einigen Stellen wären wir gern noch etwas länger geblieben, wenn wir z. B. an Hills County mit Fredericksburg oder Luckenbach denken. Im Casino Margaritaville hätte wohl der eine oder andere zusätzliche Tag die Chance für das Auffrischen der Reisekasse erhöhen können.

Mit parallelem Blick auf das Wetter in Deutschland erlebten wir auf der Mayan Dude Ranch nahe Banderas sozusagen paradiesische Verhältnisse. Cowboyfeeling und handgemachte Musik vom Feinsten verbanden sich mit rustikalen Gaumenfreuden in der Naturumgebung. Und nicht zu vergessen, hier konnte die Kreditkarte getrost im Koffer bleiben.

Ein Reisebericht sollte unsere Reminiszenz an dieser Stelle noch nicht werden, aber es sei Dir und Helmut als Team gesagt, alle Achtung, der geleistete Aufwand für die Organisation des Ganzen so im Detail hat sich gelohnt, dafür unseren Dank.

Ellen und Jürgen Obst


04. 05. 2016
Von Graceland Nach Texas 15.04. - 29.04.2016

Zwei wundervolle Wochen sind leider ganz schnell vorbei gegangen!!

Wir hatten eine ganz tolle Zeit! Viel gesehen und viele Infos zu Museen, Gedenkstätten bekommen, Radiostationen, Theater und ehemaligen Clubs und Bühnen, die wichtig für Elvis und viele andere Rock`n`Roll und Country Music Stars waren besucht.

Haben auch noch mit Zeitzeugen, die Buddy Holly und Elvis getroffen haben, sprechen können. Absolute Highlights der Reise waren natürlich der Besuch in Graceland, der Besuch des Texas Country Music Festivals, wo wir viele tolle nette und lustige Begegnung mit den Einheimischen haben durften, die Nacht im Margaritaville, wo wir viel Spaß beim Glücksspiel im Casino hatten und natürlich die Ranch!

Morgens mit dem Pferd zum Frühstück geritten -  fantastisch! Die Steaks waren riesig! 

Auch für mich als Vegetarier reichlich zu essen dabei gewesen! Vor allem ganz lecker die süßen Sachen!

Essen in Amerika immer sehr reichlich, zwar nicht ganz fett und kalorienarm, aber total lecker!!

Wetter war immer schön warm, zwischendurch heiß, aber es war toll!! 

Jederzeit wieder -  mein Lebensgefährte und ich freuen uns schon auf die nächste Reise!!!

 

Bianca Jakubczik


02. 05. 2016
The Delta Blues Tour 2016 - 27.09.-10.10.2016

Unsere erste mit AAR geplante und organisierte Tour war ein grossartiges und spannendes Erlebnis. Jede der einzelnen Reisestationen hatte seinen Reiz und hinterliess tiefe unvergessliche Eindrücke. Ein grosses Dank an Werner und Fahrer Bernard, der uns stets gut gelaunt und sicher ans Ziel brachte. Beindruckt haben uns auch die Menschen durch Ihre offene und hilfsbereite Art.


30. 10. 2015
The Bluegrass & Country Tour 14. - 27.09.2015

Die Wartezeit war vorüber, es gab eine neue Reise mit musikalischem Thema, organisiert und durchgeführt von unserem geschätzten Werner Michels samt seinem Team im AAR Travel Büro und mit Unterstützung von Peter Wroblewski, dem Vorsitzenden der Country und Western Freunde Kötz. Dieses Mal ging es um die Anfänge der Country Musik in Tennessee und Virginia. 44 Teilnehmer hatten sich angemeldet, weitere mussten auf eine Wiederholung vertröstet werden, der Bus war voll.

Unsere Rundreise begann in Nashville, wo wir drei Tage blieben. Die Country Music Hall of Fame and Museum, das berühmte RCA Studio B, eine Abendshow in der Grand Ole Opry und ein Johnny Cash Special  füllten die Tage. Ein ganz besonderes Erlebnis war das Privatkonzert, das uns John Carter Cash im Henry Ford Theater der Music Hall of Fame gab. Er erzählte die Lebensgeschichte seines Vaters und dessen Werdegang als Sänger, passende Lieder sang er selbst dazu, begleitet von zwei weiteren Musikern. Das war interessant und berührend. Zum Schluss kam Johns neue Verlobte Ana Christina auf die Bühne und sang bei zwei Liedern mit. Danach war John am Plattentisch für uns da, beantwortete Fragen und ließ sich bereitwillig mit jedem fotografieren. Am Abend besuchten wir die Abendshow im Grand Ole Opry House. Die Show gibt es seit 1925, gestartet von der Radiostation WSM Nashville als „The WSM Barn Dance“. Sie wurde live übertragen. Wichtig waren die Werbeblöcke. Später nannte sich die Sendung „Grand Ole Opry“. Seit 1974 wird sie in Opryland aus einem eigenen Gebäude übertragen. Unser Programm war eine gelungene Mischung aus traditioneller und moderner Country Music, Bluegrass präsentierte die Del McCoury Band.

Am nächsten Morgen fuhren wir ins RCA Studio B. Das wurde 1957 gegründet. AB 1965 mietete es RCA. Im Prinzip wurden alle bekannten Country Music Aufnahmen hier produziert.  Der Führer konnte alle Künstler herunterbeten. Interessanter waren die Anekdoten zu den Musikern und ihren Eigenheiten im Studio. 1977 kündigte RCA dem Studio, am 16. August sollte es geschlossen werden. Mike Curb kaufte das Studio und betrieb es weiter. Später vermietete er es für einen Dollar an die Country Music Hall of Fame and Museum, die das Studio mitverwaltet. Es war wichtig, dieses Studio zu erhalten wegen seiner Rolle in der Geschichte der Country Music. Das Studio wird immer noch für Aufnahmen genutzt und die Ausstattung ist nicht ausgewechselt worden. Der weitere Tag stand im Zeichen von Johnny Cash, es ging nach Hendersonville zum Grab von Johnny und June Cash. Auf dem schlichten Friedhof fielen die Gräber sofort auf. Sie berührten alle. Zurück in Nashville besichtigten wir das neue Johnny Cash Museum, klein aber fein, in dem die Biographie und die musikalische Entwicklung Johnnys aufgezeigt werden. Am Abend folgten fast alle der Einladung von Barry und Holly Tashian zu BBQ und anschließendem Hauskonzert. Diese persönliche Begegnung gefiel allen sehr.

Wir verließen Nashville und fuhren nach Chattanooga. Unterwegs gab es ein frühes Dinner im „Golden Corral“ (ab 17 Uhr gibt es Steaks!), dann erreichten wir den berühmten Bahnhof von Chattanooga, der jetzt zu einem Hotel umgebaut worden ist. Die Eingangshalle ist gigantisch mit wunderbar gearbeiteten Glasfenstern, das Hotel luxuriös. Auch zwei Züge sind als Hotelzimmer eingerichtet. Wir genossen die Bar und am Morgen den herrlichen Pool. Weiter ging es nach Bristol, der Grenzstadt zwischen Tennessee und Virginia. Unterwegs besichtigten wir das Sequoyah Museum in Vonore. Hier wird an den Cherokeeindianer Sequoyah erinnert, der 1776 hier geboren wurde. Manager Charlie stellte uns engagiert und lebendig die Verdienste Sequoyahs vor. 12 Jahre lang arbeitete er an der Entwicklung eines Cherokee-Schreibsystems, das englische Alphabet hatte er nie gelernt. Er reduzierte die Gedanken der Cherokee auf 85 Symbole, die Klänge darstellten, eine Art von Silbensystem. Das übernahmen 1821 alle Cherokee. Um 1828 erschien die „Cherokee Phoenix“, eine Zeitung in der Cherokeesprache und in Englisch. Der anschließende Gang durch das kleine Museum verstärkte unser Wissen. Im nahe gelegenen Fort Loudon, einem Nachbau eines englischen Forts, das die Englische Kolonie South Carolina während des Französisch-Indianischen Krieges (1754-1763) errichten ließ,  konnten wir uns ein bisschen entspannen. Der Blick auf den gestauten Tellico River war erholsam.  In Bristol war gerade die Rhythm&Roots Reunion eröffnet worden, ein Dreitagefestival mit über 150 Konzerten auf mehr als 40 Bühnen. Viele bekannte Bands unterschiedlicher Musikrichtungen traten auf.

Bristol ist in die Musikgeschichte eingegangen als der Geburtsort der Country Music. 1927 reiste Ralph Peer von der Victor Talking Machine Company (später RCA) nach Bristol. Er lud Musiker ein, in sein Aufnahmestudio zu kommen und Musik zu machen. 50 Dollar gab es für jeden Song. Peer benutzte ein neu von Bell Western  Electric entwickeltes Mikrophon, das eine hervorragende Wiedergabe ermöglichte. 19 Musiker kamen, darunter die Carter Family, Jimmie Rodgers und die Stonemans. 76 Aufnahmen wurden gemacht. Peers Technik erlaubte Herstellung und Vertrieb in Massen, das bedeutete für viele Musiker ein ordentliches Zubrot und beförderte Karrieren. Das „Birthplace of Country Music Museum“ erinnert an diesen „Big Bang of Country Music“ und bietet viel Musik zum Anhören.

Wir mussten weiter zum Heartwood Center in Abingdon. Hier wurden wir zu einem musikalischen Lunch erwartet, die Familienband Yates Family unterhielt uns beim Essen. Die Band konnte schnell unsere Aufmerksamkeit erregen mit guter Musik, die nicht zuletzt den Töchtern zu verdanken war, die schon mit eigenen Songs glänzten. Das 2011 eröffnete Center ist unter anderem die Basis der Crooked Road, die alle Orte bündelt, die das Musikerbe Virginias pflegen. Außerdem werden hier die traditionellen kunsthandwerklichen Fähigkeiten der Bewohner bewahrt. Am Abend besuchten wir eine weitere historische Institution, den Carter Family Fold im Poor Valley nahe Hiltons. Gegründet 1979 von Janette Carter neben dem Laden A.P. Carters wird hier die Musik der Carter Family gepflegt und die Familie geehrt. Bei den wöchentlichen Treffen kommen die Bewohner der Umgebung, hören Musik und tanzen und cloggen. Heute steht neben der Music Hall das Geburtshaus A.P. Carters, das hierhin umgesetzt und renoviert wurde. Bei unserem Besuch gab es Old Time Music, die von zwei Geigen dominiert wurde, das war nicht jedermanns Sache.

Die nächste Station auf der Crooked Road war Galax. Das Städtchen lag am Sonntagmorgen noch im Schlaf, alles war geschlossen. Seit 1935 wird jährlich im August die Galax Oldtime Fiddler’s Convention veranstaltet, ein Geigenwettbewerb, bei dem die traditionelle Musik im Mittelpunkt steht. Das alte Rex Theater, ein ehemaliges Kino, empfängt jeden Freitag die „Blue Ridge Back Roads Show“ mit Bluegrass und Old Time, übertragen vom Sender WBRF 98.1 FM. Wir konnten einen kurzen Blick in den Saal und den Vorführraum werfen, dann mussten wir weiter. Auf dem Weg nach Floyd machten wir Station am Blueridge Music Center, hier treffen sich sonntags Hobbymusiker der Umgebung und spielen zusammen. In Floyd ging es gleich in den Country Store, wo ein Lunch für uns bereit stand. Auch hier treffen sich sonntags Musiker und Tänzer für Oldtime und Bluegrass Music, der restliche Teil des Ladens enthält ein reiches Angebot an CDs, Kleidung und lokalen Spezialitäten. County Sales mit seinem Riesenangebot an CDs und DVDs war zur Schonung unseres Gepäcks geschlossen!

Der nächste Tag führte uns in den Staat Kentucky. Im Renfro Valley machten wir Station im gleichnamigen Entertainment Center, einem großen Areal mit einigen Gebäuden. Ursprünglich eine Farm für die Pferdezucht stellte ihr Besitzer John Lair 1939 die Ställe für Veranstaltungen und Konzerte zur Verfügung. Die Kentucky Music Hall of Fame ist auch hier untergebracht. Für uns war ein kleines Konzert vorbereitet, Natalie, ganz in Türkis gekleidet, sang Country Music, Bluegrass und sogar Rock n Roll, ein Gitarrist begleitete sie. Sie machte das sehr gekonnt und sprach zwischendurch auch Deutsch. Anschließend ging es weiter nach Berea, der Stadt der Kunst. In der Boone Tavern, einem wunderschönen Südstaatenhaus in Weiß, gab es ein traditionelles Truthahndinner.

    Das Shaker Village of Pleasant Hill stand am nächsten Tag auf dem Programm. Keiner in unserer Reisegruppe hatte je von den Shakern gehört. Sie sind eine Abspaltung der Quaker in England, 1805 kamen drei Missionare der Shaker von der Ostküste in die Gegend um Pleasant Hill. Mit einigen neuen Anhängern gründeten sie eine Farm und betrieben Landwirtschaft. Sie waren tüchtige Bauern und geschickte Handwerker und entwickelten viele neue Techniken. Sie lebten im Zölibat, das gehörte zu ihrem Glauben, die Gemeinschaft aus Brüdern und Schwestern ersetzte die klassische Familie. Heute gibt es nur noch 4 Shaker. Die Landwirtschaft wird aber weiter betrieben, auch die Verwaltung der  Gebäude geht weiter.

    Es war sehr interessant, durch das Gelände zu laufen, und da es sehr heiß geworden war, brachte der Besuch in den Häusern Abkühlung. Alles wirkte sehr gepflegt und gut unterhalten. Zur weiteren Erfrischung gab es eine Fahrt mit der Dixie Belle auf dem Kentucky River, der in der Nähe vorbeifließt. Unser Busfahrer Bernhard vollbrachte eine fahrerische Glanzleistung und brachte uns sicher auf einer engen Straße zum Anleger, in den Kurven ging es oft nur zentimeterweise voran. Abends gab es ein Dinner im Restaurant von Claudia Saunders, der ersten Ehefrau vom Begründer der „Kentucky Fried Chicken“ Kette. Natürlich gab es Southern Fried Chicken!

    Von Kentuckys drei Säulen: Pferdezucht, Whisky und Bluegrass konnten wir die Musik und den Whisky genießen, die Pferde blieben auf der Strecke. Immerhin sahen wir in Louisville die Rennbahn Churchill Downs, Ort des Kentucky Derbys. Stadtführerin Vicky, eine Deutsche aus Bochum, führte uns durch ein altes Viertel  mit vielen vornehmen Häusern, dann konnten wir die alten und neuen Brücken bewundern. Im Science Center gab es die Kentucky Show zu sehen, die uns die Facetten des Staates zeigte. Dann gab es endlich Whisky, wir besichtigten die Barton Distillery. Die drei meist verkauften Sorten konnten wir probieren. Im nahe gelegenen Städtchen Bardstown, eines der schönsten in den USA, konnten wir ein bisschen herumbummeln. In der Jim Beam Distillery reichte es zu einem Besuch des Ladens,  sie liegt in einem herrlich gepflegten Komplex verschiedener Gebäude. 

Dann war Bluegrass angesagt, es ging nach Rosine, Bill Monroes Heimatort. Das Haus von 1917, in dem Bill mit seinen Geschwistern aufwuchs, ist aufwändig hergerichtet worden. Zwei ältere Damen vom Freundeskreis erwarteten uns bereits, vor dem Haus spielten Tom Ewing und zwei weitere Musiker. Das war sehr stimmungsvoll. Das Haus zu sehen ist berührend, die Geschichten um Bill, der es aus einer wenig begüterten  der ReiseFamilie heraus zu einer Weltkarriere in der Musik brachte, wussten die Damen sehr persönlich zu erzählen. In der Nähe findet jedes Jahr das dreitägige Jerusalem Ridge Festival statt, das weithin bekannt ist und hunderte von Besucher anlockt. Begleitet wurden wir vom Leiter des Touristenbüros in Owensboro, der es sich nicht hatte nehmen lassen, uns bereits hier zu begrüßen. Später im Hotel in Owensboro gab es eine offizielle Begrüßung mit kleinen Snacks und Getränken. Wir schauten aber noch auf dem Friedhof in Rosine vorbei und erwiesen Bill die Ehre. Für das Dinner fuhren wir ins schöne historische Miller House Restaurant, in der Bar gab es dann Musik von Phoebe Hunt und ihrem Partner.

Der letzte Tag begann früh, wir durften in die Radiostation WBKR und uns in der Sendung präsentieren. Unser Chef PeeWee und Vize Friedrich stellten unseren Verein und unsere Countrysendungen im Radio vor. Cordula schilderte unsere bisherigen Eindrücke von der Reise. Das Ganze war sehr amüsant und etwas völlig Neues für die meisten. Der Besuch des Bluegrass Museums und der Botanical Gardens standen noch auf dem Programm, bevor es abends zum großen Finale der Reise ging, der Teilnahme am Backwoods Ball, den der Förderverein des Botanischen Gartens veranstaltete, um Spendengelder zu erhalten. Man kam im Hillbilly-Outfit, das Essen gab es reichlich vom Büffet (sogar gebackene Froschschenkel, ich war entsetzt!), Alkohol gab es auch und die zwei Bands und eine Clogginggruppe sorgten für gute Stimmung. Die Ansässigen freuten sich über so weit gereiste Gäste und suchten immer wieder das Gespräch. Das war ein gelungener Abschied von Kentucky. Am nächsten Morgen fuhren wir nach Nashville, der Großteil flog nach Deutschland zurück.

Die Reise mit ihrem Schwerpunkt “Frühe Country Music“ hatte uns die Entwicklung der Musik verfolgen lassen, wichtige Stationen hatten wir gesehen und immer Musik live erlebt. Dazu hatten wir einen neuen Teil von Tennessee und Kentucky kennen gelernt. Die Organisation in Händen von Werner Michels und die Zusammenarbeit mit dem AAR Travel Büro hatte wieder gute Arbeit geleistet. Alles war bestens vorbereitet, wir wurden immer persönlich begrüßt und geführt und man war auch für unsere Fragen offen. Jeden Morgen stellte Werner im Bus das Programm vor mit Erläuterungen und Hintergrundwissen. Hilfreich und interessant waren seine vielen Details zum amerikanischen „Way of Life“. Wir freuen uns auf die nächste Reise!

Monika Finke


28. 10. 2015
The Bluegrass & Country Tour 14. - 27.09.2015

Hallo Werner,

inzwischen sind ein paar Tage vergangen seit unserer „Back to the Roots, The Bluegrass Country Tour“  und ich habe die Eindrücke und Bilder dieser Reise noch nicht verarbeiten können. 

Es war großartig und ich muss sagen, meine Erwartungen sind übertroffen worden.

Es hat sich viel verändert. Ich war 1982 schon einmal in Nashville, die Stadt war damals völlig heruntergekommen und es war „nix los“. Heute pulsiert das Leben „Down Town“ und es werden viele Attraktionen und Aktivitäten angeboten. Das hat mir gut gefallen, ebenso der Wunsch einmal ein Konzert in der „Grand Ole Opry“ zu erleben. 

Es wäre müßig die einzelnen Stationen dieser Reise aufzuzählen, jede Station hatte etwas Besonderes und steckte voller Überraschungen.

Ein Höhepunkt für mich persönlich war die Übernachtung im Chattanooga Choo Choo Hotel. Ich liebe diese historischen Hotels in den USA, ich habe immer versucht auf jeder unserer USA Reisen solch ein Hotel für eine Übernachtung zu finden.

Ebenso ist unser Aufenthalt in Owensboro zu erwähnen. Die Betreuung durch das örtliche Touristbüro war großartig.  Der absolute Höhepunkt war die Einladung zum alljährlichen „Back Woods Ball“, ein Charity Event für den „Western Kentucky Botanical Gardens“, ein Ereignis welches man ohne aartravel.com nicht erleben würde.

Ich denke viele Dinge, die wir auf dieser Reise erleben durften, konnten nur durch persönliche Kontakte und freundschaftliche Beziehungen unserer Organisatoren möglich werden, unter anderem die Einladung zum BBQ und Konzert im Wohnzimmer bei Holly & Barry Tashien.

Vielen Dank an Werner Michels und den Country & Western Friends Koetz.

Mit herzlichen Grüßen

Karin Bodenstedt


23. 10. 2015
 
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